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Allgemeine Geschichte
Photo Rol Schleich
16, Route d'Arlon L-8210 Mamer tel: 31 91 51
http://www.schleich.lu
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Kayl
Dieses alte Dorf, gelegen im Süden des Landes, hat sich zu einer gut besiedelten Ortschaft verwandelt ohne jedoch seinen ländlichen Charakter zu verlieren. Eingebettet in ein fruchtbares Tal durch welches der "Kaylbach" fließt, umgeben von Hügeln die noch zur Gebirgskette der Vogesen gehören. Höchster Punkt ist der "Brucherbierg" mit 404 Metern.
Es wird vermutet das das Kayltal schon 3000 Jahre vor Christus besiedelt war. Man findet den Namen Kayl in den verschiedensten Variationen: Keyle, Keylle, Keil, Keill, Keille, Gaulu.s.w, und heute sagt man einfach "Käl".
Die ältesten Dokumente stammen aus dem 13. Jahrhundert. Darin wird ein Herrenhaus erwähnt welchem ein befestigtes Kastell genau im Zentrum des Ortes gehörte.
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Es scheint als ob schon die Kelten und Römer am Eisenerzvorkommen des Tales interessiert waren. Die Ausbeutung im großen Stil jedoch begann jedoch erst im 19. Jahrhundert und dauerte während mehr als 100 Jahren an. Die ersten Abbaugenehmigungen im "Kayler Bann" wurden 1855 ausgestellt. An vielen Orten (Brucherbierg / Rischelerkopp / Eweschbour u.s.w) wurde mit Schaufeln, mit Hammer und Bohrmaschine gearbeitet, man zündete Sprengsätze um das wertvolle Erz freizulegen und es anschliessend mit "Buggys" ab zu transportieren. Vor jeder Sprengung halte der Alarmruf "Gare la Mine" durch das Tal, welcher sogar der Flucherei der Pferdeführer ein Ende setzte. Es war eine sehr harte Arbeit, und viele Bergarbeiter zahlten mit ihrem Leben für den Reichtum unseres Landes. Heute, nachdem alle Bergwerke stillgelegt wurden, herrscht jedoch wieder Ruhe im Süden des Landes.
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Seit jeher war Kayl der Hauptort des Kayltals. Vor hundert Jahren
jedoch, wurde Rümelingen von Kayl und Tetingen getrennt. Heute zählt die
Gemeinde Kayl ungefähr 6640 Einwohner, wobei allein in Kayl 4063
Menschen wohnen. 20% unserer Mitbürger stammen aus dem Ausland, wobei
die Mehrheit jedoch aus Portugal und Italien stammt. Trotzdem findet man
auf der Einwohnerliste 28 verschiedene Nationen, welche ohne Probleme
miteinander auskommen.
Die Vielfalt an kulturellen und sportlichen Vereinen in der Gemeinde
spiegelt das soziale und freundschaftliche Engagement unserer Mitbürger
wieder. Ohne die Einwohner in Berufssparten einteilen zu wollen, kann
man doch sagen dass früher Kayl hauptsächlich von Bauern bewohnt war und
in Tetingen zum größten Teil Arbeiter lebten. Heute findet man in Kayl
noch 5 funktionierende landwirtschaftliche Betriebe, in Tetingen jedoch
nur noch einen einzigen.
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Rümelingen
4000 Jahre vor Christus tummelten sich angeblich schon die Neandertaler auf den Höhen um Rümelingen. Neulich gefundene Steinsplitter, so genannt levalloisiens, bestätigen diese Theorie. Später, 8500 -4500 vor Christus, folgten ihnen die Jäger der mittleren Steinzeit.
Joseph Flies schreibt in seinem Werk "Der Johannisberg", "Rümelingen verdankt seinen Namen zuerst dem Wasser und dann erst den roten Felsen",. Mit der Zeit änderte jedoch die Schreibweise: Rumelacha (698/699), Rumelenges (1297), Rimlingen (1368) u.s.w.
Rümelingen wird schon seit langem zum Grenzgebiet gezählt. Früher war die Ortschaft sogar in zwei geteilt, in einen luxemburgischen und einen lothringer Teil. Der aktuelle Grenzverlauf zwischen Luxemburg und Frankreich wurde zum letzten Mal beim Abkommen von Coutrai am 28. März 1820 zwischen Holland und Frankreich festgelegt. Auf dem von Frankreich abgegebenen Gebiet stand früher die Rote Mühle. Der Graf Hunolstein ließ sie jedoch 1810 abreißen um seine Fabrik zu errichten.
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© Aloyse TERZER
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In Rümelingen wurde auch Bergbaugeschichte geschrieben. 1468 bestand
schon eine Eisenhütte in den nahegelegen Wäldern von Ottange, 1751 wird
zum ersten Mal eine Hütte in Rümelingen erwähnt. Das Eisen wurde aus
Knollenerz mit Holzkohle gewonnen.
Charles Joseph Collart, Hüttenmeister in Dommeldingen, erwarb am 13.
April 1824 die erste Abbaugenehmigung auf Rümelinger Boden. Damit begann
der Minette Abbau. 1862 wurde die Eisenbahnlinie
Nörtzingen-Rümelingen-Ottange gebaut. Auch hier griff Graf Hunolstein
ein um den Bau der Linie zu beschleunigen damit seine neue Fabrik so
schnell wie möglich am Schienennetz hängt.
Nic Gonner gründete 1872 die Rümelinger Hütte.
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Die Einwohnerzahl wuchs. Zählte Rümelingen im 15. Jahrhundert gerade mal
12 Häuser, so waren es 1891 schon 2796 Einwohner. Per Gesetz vom 27.
Juni 1891, wurde Rümelingen von der Gemeinde Kayl getrennt. Am 4. August
1907 wurde der Gemeinde Rümelingen der Stadttitel anerkannt.
Die Stahlindustrie hatte Rümelingen während 100 Jahren fest im Griff.
1918 schloß die Rümelinger Hütte, danach das alte Zementwerk, und seit
1978 ist es auch in und um die Bergwerke still geworden.
Der Bergarbeiter wurde im Wappen der Gemeinde als Zeuge der
industriellen Vergangenheit verewigt. Das Nationale Grubenmuseum welches
auf dem Gebiet eines alten Bergwerkes eingerichtet wurde, vermittelt
einen Eindruck dieser Vergangenheit. Hier findet man die Werkzeuge, die
Maschine und die Einrichtungen aus dieser glorreichen Zeit.
Rümelingen zählt heute ungefähr 4200 Einwohner, und bleibt trotz der
stillgelegten Bergwerke ein Industriestandort.
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Letzte Aktualisierung am 21. Dezember 2008
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