J.P. Nuel 1847-1920
Seine Karriere
Der Student
Nach seiner Schulzeit in Tetingen besuchte NUEL das Athenäum in
Luxemburg bis zum Jahre 1866. Anschliessend ging er an die Universität
nach Gent,wo er 1870 sein Doktorat in Medezin ablegte.Für seine Arbeit
über die "terminaisons nerveuses périphériques" wurde er beim
Universitätswettbewerb ausgezeichnet. Das luxemburgische Staatsexamen
legte er ab am 5.Mai 1871 für Chirgurgie-am 1.August 1872 für
Geburtshilfe. Zwischendurch wirkte er als Assistenzarzt im
Militärlazarett von Saarlouis,gelegentlich des deutsch-französichen
Krieges 1870-1871 und trug dazu bei, viel Elend durch menschliche
Borniertheit verursacht, zu lindern.
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Der Arzt
Im Jahre 1873 liess J.P.NUEL sich in Eich als einfacher Landarzt nieder.
Doch als solcher wollte er sich dennoch immer weiter bilden und so
verbrachte er je ein Semester an den Universitäten Utrecht, Wien und
Bonn. Die Wichtigkeit mikroskopischer Untersuchungen vorausahnend,
studierte er sogar bei Max Schulze in Bonn Mikrographie, eine damals
ganz neue Wissenschaft. Damit verbesserte er seine theoretischen und
wissenschaftlichen Erkenntnisse als praktizierenden Arzt und setzte
gleichfalls damit den Grundstein zu seinem späteren Wirken. Sein
besonderes Fachgebiet, dem er sich nach harter täglicher Arbeit widmete,
war die Augenheilkunde.
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Der Forscher und Wissenschaftler
Durch die Erfolge seiner wissenschaftlichen Arbeiten wurde das Ausland
aufmerksam auf Dr. NUEL und er wurde 1877 auf den Lehrstuhl für
Augenheilkunde nach der Universität Louvain berufen. Aber die
ausschliessliche klinische Tätigkeit ohne Forschungsarbeit in den
Laboratorien lag ihm nicht sonderlich und befriedigite ihn keineswegs.
Deshalb meldete er sich im Jahre 1880 nach Gent und lernte dort
Physiologie. 1885 erreichte er dann sein Ideal. Er wurde zum Direktor
der Universitätsklinik für Augenkrankheiten ernannt und dozierte
gleichzeitig an der Universtät Lüttig Physiologie der Sinnesorgane. Hier
konnte er forschen, arbeiten und lehren. Er hatte stets ein gutes
Verhältnis zu seinen Studenden, denn seine Vorlesungen hatten den
Charakter von Gesprächen und NUEL meinte, die kürzesten Lehrstunden
seien die besten. Seine Lehrtätigkeit endete mit seiner Pensionierung im
Jahre 1919.
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Last updated 21 December 2008
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