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Seine Primärschulzeit
Vom 6. bis zum 12. Lebensjahr besuchte NUEL die Primärschule in Tetingen
und galt stets als einer der besten Schüler. Die Schule befand sich
damals im alten Pfarrhaus und der Schulsaal war erst im Jahre 1843
erbaut worden. Im selben Jahr wurde erstmalig in Tetingen die
ganzjährige Schule eingeführt,denn bis zu dieser Zeit bestand nur die
sogenannte Winterschule. Alle Schulkinder waren in einem Saal unter
gebracht und die Schulorganisation sah drei Klassen vor mit den
Grundprogrammen,die noch heute in unseren Schulen gelten, wie:
Lesen-Schreiben-Rechnen-Deutsch-Französisch-metrisches System
Geographie-Geschichte Zeichnen und Religion. NUEL erzählte gemäss
Ueberlieferungen oft, dass er in dem einzigen Wohnzimmer des
Elternhauses lernen und arbeiten musste, inmitten seiner spielenden
Geschwister. Dank dieser Lärmumgebung habe er sich die Fähigkeit
angeeignet, sich total vom Lärm abzukapseln und sich dennoch voll zu
konzentrieren. Er behauptete diese Fähigkeit habe ihm in seinem späterem
Leben viel geholfen.
Ein Blick in die damalige Zeit
Das Geburtsjahr von J.P.NUEL war ein sehr schlechtes Erntejahr, denn es
hiess in einer amtlichen Verlautbarung "la récolte de blé ne
suffit que pour 3 mois" (Die Ernte reicht nur für 3 Monate). Es
musste Geld und Brot unter die armen Leute verteilt werden und man
bedenke nur folgenden Umstand: Die Obrigkeit gab Setzkartoffeln zum
anpflanzen gratis an die Bevölkerung ab, musste aber eine Kommission
einsetzen, die darüber zu wachen hatte, dass die Kartoffeln auch
tatsächlich angepflanzt wurden. Die Lehrer waren schlecht bezahlt und
wechselten oft. Es ist bekannt ,dass ein Lehrergehalt damals 430.-
Franken jährlich betrug und zur Hälfte von den Eltern der Schulkinder
aufgebracht werden musste. Die Eltern waren in fünf Zahlklassen
eingeteilt, wahrscheinlich nach den Kriterien: arm-ärmer- am ärmsten.
Die fünfziger Jahren brachte dann die Wiederentdeckung der Minette und
die Ausbeutung der Erzlager erweckte grosse Hoffnungen bei der
Einwohnerschaft auf soziale Besserstellung. Im Grunde genommen begann
für das Kayltal das Industriezeitalter im Jahre 1860 mit dem Bau der
Eisenbahnstrecke Noertzingen-Oettingen.
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