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Jhang SCHORTGEN
1880-1918
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Dem in Tetingen geborenen und daselbst
infolge eines tödlichen Arbeitsunfalles verstorbenen Jhang Schortgen,
kann trotz seines frühen Todes, der ihn im Alter von 38 Jahren ereilte,
mit Fug und Recht das Prädikat -Sohn des Volkes -zugesprochen werden.
Diese These beruht auf einer leicht nachprüfbaren, historischen
Wahrheit, von der alle Interessenten sich unter Zuhilfenahme
verschiedener Druckwerke überzeugen können. Sowohl in der
National-Bibliothek als auch in den National -Archiven sind diese
Unterlagen einzusehen und zwar unter nachstehenden Bezeichnunge
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Festbroschüre zum 100. Geburtstage des 1. Arbeiter-Deputierten Jean
Schortgen. Herausgeber: OGBL-L, LSAP, Femmes-Socialistes Tetingen.
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Ein Dorf und seine Verbandssektion. 1916-1991. Herausgeber: OGB-L
Sektion Tetingen. September 1991.
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Erënnert Ièch. Gedenkschrift zum 75. Todestage des
1.Arbeiter-Deputierten Jhang Schortgen.( 12. Juni 1993. ISBN:
2-87964-026-1 )
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100 JOËR SOZIALISTESCH DEPUTEIERT AN DER LETZEBUERGER CHAMBER.
(Edition La Mémoire Socialiste, novembre 1997. ISBN: 2-919908-00-6 )
Desweiteren drängt obiger Hinweis sich förmlich auf, weil an dieser
Stelle nur bruchstückartig auf das Leben und Wirken von Jhang Schortgen
eingegangen werden kann, jedoch alle Elemente die hier genutzt werden,
den erwähnten Druckwerken entnommen sind und der Hinweis die
Schlussfolgerung zulässt, nicht gegen eventuelle Autorenrechte zu
verstossen.
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Am 17. Februar 1880
erblickte Jhang Schortgen in Tetingen als Sohn einer alteingesessenen
Tagelöhnerfamilie, deren Wurzeln weit bis ins 18. Jahrhundert
hineinreichen, das Licht der Welt. Sein Eintritt ins menschliche Dasein
war weder von Glanz noch von Gloria begleitet und dieser Tatbestand
prägte ihn aussergewöhnlich. Sein späteres Verhalten, seine Aktivitäten,
sein Einsatz und sein Verständnis gegenüber den Minderbemittelten, den
Rechtlosen und Unterdrückten einerseits und den Privilegierten
andrerseits, waren Schortgen bereits in die Wiege gelegt. Bei den
Grosseltern aufgezogen, kannte er von Kindheit an die Sorgen und Nöten
innerhalb einer Proletenfamilie, die sehr gross waren, besonders an der
Schwelle Luxemburgs vom Agrarland zum Industrie-Staat.
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Jean SCHORTGEN 1880-1918
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Der Eintritt ins Arbeitsleben
erfolgte nach dem Abschluss der Primärschule. Am 24. Mai 1893 stellte
die Kayler Gemeindeverwaltung auf den Namen von Schortgen ein -Livret du
Travail -aus. Dieses Dokument war gleichzeitig Identitätskarte und
Arbeitsermächtigung, welches dem Arbeitgeber vor Antritt eines
Dienstverhältnisses auszuhändigen war und in dessen Verwahr es bis zur
Auflösung des Arbeitsverhätnisses bleiben musste. Die Gemeindeverwaltung
konnte vor der Ausstellung des Dokumentes ein Leumundszeugnis verlangen,
das von einer amtlichen Person zu verfassen war. In vorerwähntem Fall
wurde festgehalten: "Par la présente, je soussigné déclare, que
la conduite de Jean Schortgen a toujours été correcte."
Deklarant war der Ortspfarrer.
Die beruflichen Tätigkeiten
von Schortgen sind allgemein gesehen, auf drei Sparten zu begrenzen. Bis
zu seinem 16. Lebensjahr war er in der Landwirtschaft tätig. Dann
wechselte er in die Industrie. Er selbst bezeichnet sich in der Regel
als Bergmann, obwohl er auch auf einem Hüttenwerk tätig war, wie aus den
Berichten des Streiks, der am 17. Juni 1917 für die Arbeiterschaft
verloren ging, zu ersehen ist. Als am Streik-Beteiligter wurde er
gemassregelt und verlor seinen Arbeitsplatz. Dazu sei im Vorgriff
festgehalten, dass ihm dabei sein ohnehin nicht entlohntes
Abgeordneten-Mandat wenig, nein sogar überhaupt nicht hilfreich war.
Schortgen fand wieder eine Beschäftigung im Bergbau, die mit seinem
tragischen Unfall am 1. Mai 1918 zu Ende ging.
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Letzte Aktualisierung am 21. Dezember 2008
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